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Heilpflanzen – die Chance für eine bessere Gesundheit

Für viele ist die Naturmedizin Zukunft und Chance zugleich – man besinnt sich bewährter Heilmethoden, vergessener Heilpflanzen und alter Werte. Zugleich öffnet sie auch die Tür für eine bessere Gesundheit und zu einer an der Natur orientierten Lebensweise, mit Nahrung, die frei von Pflanzenschutzmitteln, Giftstoffen oder Hormonen ist, und zu einem Lebensumfeld, das uns nicht krankmacht. Sie ist aber auch die Chance für all jene, die im Gesundheitsbereich tätig sind!

Immer mehr Menschen erkennen und erfahren am eigenen Leib, wie hilfreich Heilpflanzen zur sanften Verbesserung und Heilung von verschiedenen Beschwerden und Krankheiten sind. Gerade wenn man Kinder hat und plötzlich Verantwortung für andere trägt, findet oft ein Umdenken statt. Plötzlich ist da jede Menge Verantwortung und die Frage: Wie kann ich meinem Kind am besten helfen? Bei sich selbst ist man meist nicht so zimperlich und akzeptiert oftmals widerspruchslos, was die pharmazeutische Medizin und der Gesundheitsmarkt anbieten. Und wer liest denn schon die Packungsbeilage? Wenn doch, dann sucht man sich meist gerne eine Alternative ohne Nebenwirkungen.

Heilpflanzen – Medizin zum Zugreifen 

Die Alternative kann nur etwas sein, was sich seit langen bewährt: Wildpflanzen. Sie sind sehr wirksam, kostenlos, leicht verfügbar, haben keine Nebenwirkungen und sind besonders für Kinder geeignet. Du kannst für dich und deine Lieben nichts Besseres tun!

Manchen mag das nicht in den Kram passen, vor allem jenen nicht, die Wildpflanzen als Konkurrenz zu ihren Produkten sehen.

Für alles ist ein Kraut gewachsen? 

Für die meisten Beschwerden und Erkrankungen ist tatsächlich ein Kraut gewachsen, das Linderung und Heilung verspricht und dabei hilft, Medikamente mit vielen Nebenwirkungen einzusparen. Nicht bei jeder Krankheit wird eine Heilpflanze allein ausreichend wirksam sein, aber bei jeder können sie eingesetzt werden.

Jedem einzelnen steht es frei, selbst Verantwortung für seine Gesundheit und sein Wohlbefinden zu tragen und diese wunderbaren Mittel der Natur anzunehmen. Man braucht nur zuzugreifen.

„Mit jedem Schritt und Tritt, welchen wir in der herrlichen Gottesnatur machen, begegnen wir immer wieder neuen Pflanzen, die für uns höchst nützlich und heilbringend sind.“ (Sebastian Kneipp)

Der Mensch im Mittelpunkt als Einheit von Körper, Geist und Seele 

Im menschlichen Körper und bei der Entstehung von Krankheiten gelten laut Paracelsus und den alten Alchemisten die drei Prinzipien Körper, Seele und Geist, die auch von entscheidender Bedeutung für die Medikamentenlehre sind.

Wie im menschlichen Körper gelten auch bei Pflanzen die Wirkkräfte dieser drei Prinzipien. Dies bedeutet, dass die Wirkung einer Pflanze immer ein Zusammenspiel von Körper (Salze), Seele (ölhaltige Substanzen, Blüten) und Geist (in Alkohol lösliche Substanzen, Alkaloide, Glykoside) der Pflanze ist. Heilpflanzen sind viel mehr als nur reine Botanik. Sie sind gesamtheitliche Naturwunder, die man nicht auf einzelne isolierte Inhaltsstoffe und Erkennungsmerkmale reduzieren kann.

Nur Blütenessenzen oder nur isolierte oder synthetisch hergestellte Monopräparate allein sind daher nicht ganzheitlich.

Wirkstoffe – Aus Egoismus und Eigennutz 

Als Selbstzweck erzeugt jede Pflanze durch Biosynthese aus einfachen Grundstoffen hunderte chemische Substanzen: Ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Saponine und andere Glykoside, Schleimstoffe und andere Polysaccharide, Flavonoide, Alkaloide, Hormone und Vitamine.

Diese wirken zusammen und ergänzen sich. So ist zum Beispiel für die spezifische verdauungsfördernde Wirkung der Kamillenblüten das Zusammenspiel von ätherischem Öl (entzündungshemmend) und von Flavonoiden (krampflösend) ausschlaggebend.

Die Begegnung mit Heilpflanzen 

Hast du dir schon einmal die wunderbaren Blüten oder die Blätter der Schafgarbe betrachtet, kannst du sie beschreiben? Wenn du deinem Kind ein Märchen über die Schafgarbe erzählen würdest, wie würdest du die Pflanze beschreiben …?

Wenn du Pflanzen sammelst und sie verwendest, dann schau dir doch jede Pflanze einmal genau an, sprich mit ihr, was hat sie zu erzählen, ist sie stolz, unscheinbar, abwehrend oder einladend? Lockt der Duft Bestäuber an oder schreckt er Tiere ab? Koste! Schmeckt sie süß oder eher bitter? Versetze dich einmal in die Lage der Pflanze und du wirst vielleicht herausfinden, was sie für dich bedeuten kann.

Das Sammeln von Kräutern und Heilpflanzen 

  • Pflanzen sofort bestimmen

Wenn du unerfahren bist, solltest du dich über die zu sammelnde Pflanze gut informieren bzw. nur Pflanzen sammeln, die du kennst. Verwechslungen können schwerwiegende Folgen haben.

  • Sammelzeit

Heilpflanzen sollten nur an trockenen Tagen, idealerweise am späten Vormittag, gesammelt werden. Neben der Witterung spielt vor allem die Jahreszeit eine wichtige Rolle. Einerseits sind manche Pflanzen oder Pflanzenteile nur zu gewissen Jahreszeiten verfügbar, wie zum Beispiel die Linden- oder Holunderblüten im Frühsommer oder die Berberitzenfrüchte im Herbst. Andererseits verändern sich auch die Wirkstoffanteile einer Pflanze mit der Jahreszeit. Sofern möglich, sind beim Sammeln von Wildpflanzen höhere Lagen (Almen) zu bevorzugen, da diese einen deutlich höheren Gehalt an Wirkstoffen haben. Hier gilt: je höher, desto besser.

  • Was du brauchst

Ein scharfes Messer, eine kleine Baumschere, ein Sammelgefäß (Weidenkorb), allenfalls einen Bindfaden.

  • Verarbeitung

Je nach Anwendungsart müssen Heilpflanzen möglichst rasch verarbeitet werden. Meist werden sie an einem luftigen Platz im Schatten schonend getrocknet und können dann zur weiteren Verwendung aufbewahrt werden.

Wie man Heilpflanzen anwenden kann 

  • Tee

Ingwer- und Kamillentees hemmen Entzündungen. Brennnessel- und Löwenzahntees wirken hervorragend gegen Arthrose-Beschwerden.

Bad

Dem Voll- oder Sitzbad fügt man einen Absud aus den entsprechenden Pflanzen hinzu:

  • Melisse wirkt beruhigend und hilft bei Rheuma und Krämpfen.
  • Salbei fördert die Beweglichkeit, hilft bei Muskel- und Gelenksbeschwerden, bei Rheuma und lindert Wechselbeschwerden.
  • Baldrian wirkt beruhigend und fördert den Schlaf.
  • Rosmarin hilft bei Muskelschmerzen, PMS, Antriebslosigkeit, sowie bei Blutdruck- oder Hautproblemen. Schafgarbe fördert die Durchblutung und ist ein hervorragendes Mittel bei Hautproblemen.
  • Thymian ist das Mittel bei Erkältungen und Rückenschmerzen.
  • Majoran wirkt muskelentspannend, reguliert den Blutdruck und fördert die Verdauung.

Inhalation

Hierfür eignet sich insbesondere Thymian oder Quendel, der wilde Bruder. Seine antibakterielle, schleimlösende und beruhigende Wirkung hilft hervorragend bei Bronchitis, Husten, Asthma oder bei Kehlkopfkatarrh.

Pulver

Pulverisierte Eichenrinde kann man das ganze Jahr über bei Knochen- Rücken- und Gelenksproblemen dem Essen zufügen, ebenso wie Hagebuttenpulver bei Arthrose.

Tinktur

Tinkturen eignen sich für nahezu alle Heilpflanzen und haben den Vorteil, dass sie sehr lange haltbar und jederzeit sofort verwendbar sind.

Ein klassisches Anwendungsbeispiel sind PMS und Wechselbeschwerden. Hierfür haben sich Tinkturen aus Schafgarbe, Rotklee, Traubensilberkerze, Johanniskraut und/oder Frauenmantel bestens bewährt.

 

Sirup

Für einen Hustensirup verwendet man die jungen Triebe von Fichten oder Tannen, die man in einem großen Glas mit Schraubdeckel in mehreren Schichten abwechselnd mit Zucker befüllt, abschließend den Saft einer Zitrone drüber gibt, verschlossen etwa vier Wochen ins Fenster stellt und hernach abseiht. Alternativ kann man die Tannenspitzen zusammen mit Thymian auch mit wenig Wasser köcheln. Rezepte hierfür findet man zuhauf im Internet. Gleichfalls kann man einen Sirup (Honig) aus Löwenzahnblüten herstellen, der Erwachsenen und Kindern gleichsam gut schmeckt.

Ölauszug

Gerade für die natürliche Hautpflege kann sich jeder einen Ölauszug ganz nach seinen persönlichen Vorlieben und Bedürfnissen zusammenstellen, zum Beispiel für ein entspannendes oder anregendes Massageöl, oder für die Weiterverarbeitung zu Salben, Cremes oder Naturseifen. Hierfür benötigt man nur gesunde Wild- und Heilkräuter und ein gutes Pflanzenöl. Empfehlenswert ist die Zugabe von ein paar Tropfen Tocopherol (Vitamin E), das die Haltbarkeit des Öls verlängert.

Empfehlenswerte Ölauszüge sind zum Beispiel mit

  • Lavendel für die Entspannung,
  • Johanniskraut zur Linderung bei Verbrennungen,
  • Rotklee für eine straffe und glatte Haut,
  • Rotes Weinlaub oder Rosskastanie bei Venenproblemen und Krampfadern,
  • Schafgarbe bei Krämpfen und Migräne,
  • oder Ringelblume und Spitzwegerich zur Heilung bei Hautproblemen.

14 wildwachsende heimische Heilpflanzen und ihre Hauptanwendung 

Es gibt zwar manch außergewöhnliche, exotische Heilpflanze, auf die wir gerne zurückgreifen. Aber quasi vor unserer Haustüre finden wir alle erforderlichen Heilpflanzen für den täglichen Hausgebrauch:

  • Beifuß

Verdauung, Frauenleiden und Immunsystem. Wirkt antibakteriell, durchblutungsfördernd und stärkend.

  • Beinwell

Verletzungen der Beine und des gesamten Bewegungsapparates. Beinwell ist die Universalpflanze für Verstauchungen, Quetschungen, Knochenbrüche, Hautschäden, schlecht heilende, eitrige Wunden, Schnitte, Risse und Geschwüre. Hilft bei Arthrose, Rheuma, Asthma, Grippe, Lungenentzündung und Schmerzen.

  • Brennnessel

Stoffwechsel, Bluthochdruck, Rheuma, Nierenschwäche. Wirkt entzündungshemmend, antibakteriell, blutreinigend, blutbildend und entgiftend. Die Samen wurden schon in der Antike zur Stärkung der Manneskraft gerne verwendet.

  • Wilder Fenchel

Bronchitis, Migräne, Verdauung, Wechselbeschwerden, Blase, Prostata.

Wirkt wachstumshemmend auf Bakterien und Pilze

und belebt das menschliche Zentralnervensystem.

  • Gänse-blümchen

Hautprobleme, Stoffwechsel, Husten. Wirkt blutreinigend, sowie blut- und schmerzstillend.

 

  • Holunder

Fieber, Husten, Erkältungen und Nierenschwäche. Wirkt blutreinigend und pilztötend.

  • Huflattich

Erkrankungen der Atmungsorgane, Fieber und Entzündungen. Wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und blutstillend.

  • Johanniskraut

Nervensystem (Depressionen), Atemwege, Verdauungssystem, Stoffwechsel, Frauenheilkunde, Bewegungsapparat, Haut. Wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und reizlindernd.

  • Linde

Fieber, Grippe, Husten, Bluthochdruck, Darmentzündung, Kopfschmerzen.

  • Weide

Entzündungen, Fieber, Grippe, Rheuma, Schmerzen. Enthält Salicylsäure-Verbindungen und stellt sozusagen das „pflanzliche Aspirin“ dar. Sehr wirksam bei Kopfschmerzen, insbesondere in Kombination mit Tausendgüldenkraut.

 

  • Ross-kastanie

Venen, Krampfadern, Haut, Entzündungen, Gicht, Rheuma. Wirkt blut- und leberreinigend, stärkt den Kreislauf.

  • Schaf-garbe

Verdauung, Hautprobleme, Frauenleiden, sowie Durchblutungsstörungen, Krampfadern und geschwollene Beine. Fördert den Rückfluss des Blutes zum Herzen.

  • Spitz-wegerich

Husten, Bronchitis, Asthma. Wirkt antibakteriell, blutreinigend, entzündungs-hemmend, schleimlösend, reizmildernd und immunstimulierend. Gehört mit seinen desinfizierenden und schmerzstillenden Inhaltsstoffen zu den wirksamsten Wundheilern der Natur.

  • Thymian

Atemwege, Husten und Desinfektion, sowie Verdauung, Stoffwechsel, Harnapparat, Frauenheilkunde, Nervensystem, Bewegungsapparat, Haut. Wirkt stark antiseptisch, schleimlösend und auswurffördernd.

Motiviert zum Heilpflanzen sammeln und verarbeiten?  

Kein Stress. Erarbeite dir langsam das notwendige Know-how. Gehe bewusst in die Natur hinaus, schau dir die Pflanzen genau an. Versuche ihre Kraft und ihre Botschaft wahrzunehmen. Du wirst erstaunt sein, was du alles entdecken wirst – und das vor deiner Haustüre. Als Hilfestellung kannst du dir die App PlantNet runterladen, die hilft dir beim Bestimmen einer Pflanze, wenn du unsicher sein solltest.

Wer zwar gerne die wundervolle Kraft von Wildpflanzen erleben will, aber keine Gelegenheit hat, diese zu sammeln und aufzubereiten, dem bieten sich einige wenige Manufakturen, die diese in Handarbeit zu komplexen Rezepturen verarbeiten, wie Qi-Health Products in Kärnten, mit Sitz in der Gemeinde Hermagor, umgeben von den Karnischen und Gailtaler Alpen und vielen artenreichen Almen.

Dein Extra-Tipp von Markus Mayer für den Frühling:

Der Jahreszeitenwechsel ist für unser größtes Organ, die Haut, oft sehr anstrengend. Gerne reagiert sie nervös und gestresst. Das zeigt sich mit Rötungen, Ausschlägen oder starker Trockenheit.

Bei Hautproblemen und für eine jugendliche Haut empfehle ich dir den Absolute Qi Health Spray Skin – ein nebenwirkungsfreies Produkt aus rund 70 wildwachsenden Heilpflanzen, das die Regulierung der Hautfunktionen fördert, den Hautstoffwechsel unterstützt und zur Beruhigung und zum Schutz der Haut beiträgt. Der Qi-Spray Healing kann diese Prozesse maßgeblich unterstützen, indem er das Immunsystem optimal aktiviert.

Der Elemental World Complex Allergy ist das Mittel der Wahl sowohl zur Harmonisierung von allergischen Reaktionen, wie auch zu deren Vorbeugung.