Telomere – Der Schlüssel für ein langes Leben

Wie schnell der Körper altert und was einen jünger macht, hat jeder selbst in der Hand. Der Schlüssel verbirgt sich in unserer DNA, in den sogenannten Telomeren, die Alterungsprozesse nicht nur bremsen, sondern auch umkehren können.

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Telomere – Der Schlüssel für ein langes Leben

Die Nobelpreisträger Elizabeth Blackburn, Carol Greider und Jack Szostak haben mit der Entdeckung der Telomere, des Enzyms Telomerase und der Entschlüsselung des Telomer-Effekts eine fundamentale Entwicklung in der Medizin eingeleitet. Was sind nun diese Telomere, die sich ab dem ersten Lebensjahr bilden?

Das Wort Telomer stammt aus dem Griechischen und ist aus den beiden Worten Telos (=Ende) und meros (=Teil) zusammengesetzt. Telomere sind Schutzkappen aus DNA und Proteinen am Ende unserer 46 Chromosomen, die verhindern, dass bei der Teilung des Erbguts Informationen verloren gehen. Sie begrenzen die Chromosomen und beschützen so das Erbgut. Über die Länge ihrer Basenpaare bestimmen sie das Altern

Der Jungbrunnen in unserem Genom - Telomere - Der Schlüssel für ein langes Leben

einer Zelle – wie alt eine Zelle ist und wann sie stirbt. Leider nutzen sich die Telomere mit jeder Zellteilung ein kleines Stück ab und werden kürzer. Und je kürzer ein Telomer ist, desto älter ist die zugehörige Zelle.

Jede der rund 100 Billionen Körperzellen besitzt am Ende einen etwa 180 Zentimeter langen DNA-Strang, der 6,54 Milliarden genetische Bausteine mit der Basensequenz TTAGGG enthält. Konkret enthält ein Telomer etwa 10 000 Basenpaare. Pro Zellteilung verliert das Telomer je nach Zelltyp etwa 80 bis 120 Basenpaare. Wenn es dann nach etwa 50 bis 70 Zellteilungen eine kritische Länge von 4000 Basenpaaren erreicht, teilt sich die Zelle nicht weiter und wird inaktiv geschaltet.

Was macht mich jünger? Was macht mich älter?

Ein Mensch altert, weil das Erbgut im Laufe seines Lebens immer mehr geschädigt wird, weil die Zellen ihre Funktion nicht mehr erfüllen können und sich nicht mehr teilen. Jedoch steckt mehr dahinter:

Wenn eine Zelle ihr Ablaufdatum erreicht, dann teilt sie sich nicht mehr und sie kann ihre Funktion nicht mehr erfüllen. Die Zelle stirbt, oder wird zu einer Art Zombie mit einem hochaktiven Stoffwechsel. Diese Zombiezelle versteht jedoch die Signale anderer Zellen nicht mehr und sendet falsche Botschaften aus, die Schäden im Gehirn und in anderen Organen anrichten.

Diese sogenannten seneszenten Zellen spielen eine große Rolle bei altersabhängigen Störungen und führen zu Alterskrankheiten. Je älter ein Mensch wird, desto mehr dieser Zombiezellen sammeln sich im Körper an, schwächen das Immunsystem, erhöhen Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder fördern Alzheimer.

Ein Körper mit kurzen Telomeren ist viel anfälliger für Krankheiten, wie Diabetes, Atherosklerose und für viele altersbedingte Leiden. Einige Zellen, wie die der Haut, der Haare oder des Immunsystems, teilen sich öfter als andere Zellen und sind daher stärker von Verkürzung der Telomere betroffen. Deshalb nehmen wir hier den Alterungsprozess auch am deutlichsten wahr.

Bemerkenswert ist, dass Kinder älterer Väter längere Telomere haben, da Samenzellen zu jenen Zellen gehören, die ihre Telomer-Länge mit Telomerase über die Zeit erhöhen.

Die Reproduktion der menschlichen DNA

Um die Abnutzung der Telomere zu verhindern, besitzen unsere Zellen eine effektive Lösung: Bestimmte Zellarten, wie Stammzellen, Knochenmarkszellen, Immunzellen, aber auch Krebszellen produzieren ein Reparatur-Enzym – die Telomerase, welches in der Lage ist, abgenutzte Telomere zu reparieren und wiederherzustellen. Zellen ohne Telomerase unterliegen einer maximalen Anzahl an Zellteilungen (Hayflick- Grenze).

Die Telomerase, bestehend aus Proteinen und RNA, hält die Telomere intakt, um sie vor DNA-Schäden zu schützen und sorgt in den Zellen dafür, dass die DNA nachproduziert wird. Sie trägt den Bauplan für die DNA in den eigenen Erbinformationen und repariert die durch Abnutzung verkürzte Telomere. Hierfür nutzt das Enzym eine Sequenz der eigenen RNA als Matrize.

Eine weitere bedeutende Fähigkeit der Telomerase besteht darin, dass sie z.B. bei Verletzungen von Organen deren Regeneration unterstützt: Unter hoch proliferativen Bedingungen, wenn ein schnelles Wachstum von Zellen erforderlich ist und ein Mehrbedarf an Ribosomen besteht, bewirkt die Telomerase die Erhöhung der ribosomalen RNA. Diese Fähigkeit machen sich leider auch Krebszellen zu Nutze.

Fluch und Segen von unsterblichen Zellen im Körper

Im Gegensatz zu den Somazellen gibt es im Körper Zellen, die sich unendlich oft teilen können und daher potenziell unsterblich sind: die Keimzellen, wie die Eizellen oder die Spermien, manche Stammzellen aber auch die Tumorzellen. Während die Telomerase in gesunden Zellen zum Wohl des Organismus arbeitet, kehrt sich jedoch bei Tumoren ihre Wirkung ins Gegenteil um. Tumorzellen haben zwar kurze Telomere, aber dafür eine große Menge Telomerase, die die Chromosomen der Tumorzellen stabilisiert und somit die Länge der Telomere erhält. Dadurch wird den Krebszellen ermöglicht, sich endlos zu teilen und sich zu vermehren.

Mit der Entwicklung von Telomerase-Hemmern, wie z.B Imetelstat, verspricht man sich daher wirksame Medikamente, um Krebszellen dem normalen genetischen Muster von Alterung und Tod zu unterwerfen.

Ein riskanter Trend ...

Viele Nahrungsergänzungsmittel oder Anti-Aging Cremes werben heute mit dem Zusatz von Telomerase, die unsere Zellen jung halten und unser Leben verlängern sollen. Diese künstlichen Methoden der Telomerase-Aktivierung können jedoch ein unkontrolliertes Zellwachstum und Krebs fördern – sind also der denkbar schlechteste Weg. Denn ewige Jugend gibt es nur auf der Ebene der Körperzellen. Diese „Unsterblichkeit“ ist tödlich und heißt Krebs.

Ein riskanter Trend - Telomere - Der Schlüssel für ein langes Leben

Was bestimmt unser Alter?

Die Reparatur-Enzyme bestimmen nicht nur unser Alter, sie bestimmen auch, weshalb Menschen unterschiedlich altern und warum manche bis ins hohe Alter geistig aktiv und tatkräftig sind.

Wir Menschen besitzen leider nicht genug Telomerase, um unsere Zellen völlig zu schützen und unsterblich zu machen. Jedoch können wir die Telomerase aktiv halten und damit die Telomere pflegen und dafür sorgen, dass wir Zeit unseres Lebens gesund bleiben. Der Schlüssel hierfür sind ein gesunder Lebensstil und die zwingende Voraussetzung, dass im Körper ausreichend Qi vorhanden ist, dass es ungehindert fließen kann und nicht blockiert.

Es ist nie zu spät ...

Mehrere Forschungsteams, allen voran Lara Puhlmann vom Max-Planck-Institut, haben kürzlich nachgewiesen, dass sich die Telomere gemeinsam mit der Struktur des Gehirns verändern. Unser biologisches Alter ist offensichtlich flexibler, als bisher angenommen, denn die Telomere können sich schon innerhalb von drei Monaten mentalen oder körperlichen Trainings verlängern. Es hat sich gezeigt, dass die Verlängerung der Telomere mit einer Verdickung des Kortex verbunden ist, wogegen eine Verkürzung zu einer Verdünnung der Großhirnrinde führt.

Es ist also nie zu spät, seinen Lebensstil für ein gesünderes Altern zu verändern.

Wie kann ich mich jung halten?

Stress, Zigarettenrauch, Infekte, Krankheiten oder Umweltgifte belasten die Telomere – sie verkürzen sich, und die Zelle verbraucht Lebenszeit. Die gute Nachricht ist, dass jeder einzelne viele Einflussfaktoren auf die Länge seiner Telomere selbst bestimmen und mit einem gesunden Lebensstil seine Körper-Alterung selbst „programmieren“ kann:

Ausreichend Schlaf, vor allem im höheren Alter – weniger als sieben Stunden verkürzen nachweislich die Telomere.

Ausreichend Schlaf - Telomere - Der Schlüssel für ein langes Leben
Ausdauersport - Telomere - Der Schlüssel für ein langes Leben

In einer Studie des European Heart Journal 2018 wird gezeigt, dass Ausdauersport infolge einer Vermehrung der Telomerase die Telomere signifikant verlängert. Schon dreimal die Woche je 15 Minuten verlangsamen die Alterung der Zellen.

Regelmäßige, gezielte (!) Regulierung der Meridiane, der Energieleitbahnen des Körpers, möglichst auf Basis einer verlässlichen Messung. Bitte nicht auf Verdacht … dies kann gegenteilige Effekte auslösen! In der Praxis erfolgt dies idealerweise mittels Akupunktur mit natürlichem Infrarotlicht (nicht mit Laser), wodurch der Qi- Fluss angeregt, balanciert und Blockaden gelöst, und in Folge das Immunsystem und die Selbstheilungskräfte angeregt werden.

gezielte Regulierung der Meridiane - Telomere - Der Schlüssel für ein langes Leben
Psychische Belastungen und permanenter Stress - Telomere - Der Schlüssel für ein langes Leben

Psychische Belastungen und permanenter Stress reduzieren die Telomerase- Aktivität und bremsen die Reparatur der Telomere. Zudem wird das Immunsysten stark beeinträchtigt. B-Vitamine helfen bei chronischem Stress und helfen den Zellen, jung zu bleiben.

Omega-3-Fettsäuren reduzieren Entzündungen und oxidative Schäden und stärken die Telomere. Allein der Austausch von nur einem Prozent an gesättigten Fettsäuren in unserer Nahrung bewirkt eine Verjüngung von einem Jahr, gemessen an der Telomer-Länge.

Antioxidantien, wie die Vitamine C und E bieten den Telomeren Schutz vor oxidativer Schädigung durch freie Radikale und vor zu schneller Abnutzung. Generell ist bei Menschen, die dauerhaft Multivitamine zu sich nehmen, die relative Telomer-Länge der DNA im Vergleich zu den Nicht- Nutzern um mehr als fünf Prozent länger.

Vitamin D verursacht ebenfalls längere Telomere aufgrund seiner entzündungshemmenden Eigenschaften.

Antioxidantien - Telomere - Der Schlüssel für ein langes Leben
Essenzen mit Wildkräutern - Telomere - Der Schlüssel für ein langes Leben

Spezielle Essenzen mit Wildkräutern auf der Basis traditioneller Naturmedizin und alchemistischer Verfahren, die die Zellen aktivieren, sie leistungsfähiger und energieeffizienter machen und besser vor Krebs schützen.

Die Wurzel des Mongolischen Tragants, einer der wichtigsten Heilpflanzen der traditionellen chinesischen Medizin, regt die Aktivität des Reparatur-Enzyms an und trägt dazu bei, dass sich die Telomere in den Zellen wieder verlängern.

Zucker und raffinierte Kohlenhydrate fördern entzündliche Prozesse im Körper, welche die Telomerase verringern und die Telomere schädigen. Eine zuckerarme Ernährung beugt dem vor und regt die Telomerase an.

SIRT-Food – d. s. Nahrungsmittel, die aufgrund ihrer Pflanzenstoffe das Enzym Sirtuin aktivieren. Hierzu zählen insbesondere Curcuma (Curcumin), aber auch rote Zwiebeln, Grünkohl, Äpfel, u.a.m.

Das Schwermetall Cadmium beschleunigt die Verkürzung der Telomere und die Alterung der Körperzellen. Cadmium steckt vor allem im Zigarettenrauch, in Modeschmuck, Kunststoffen aber auch in gewissen Lebensmitteln, die auf Cadmiumbelasteten Böden angebaut wurden. Besonders Vegetarier, die sich überwiegend von Hülsenfrüchten, Obst und Gemüse ernähren, können leicht eine bedenkliche Cadmiumaufnahme erreichen. Stark belastet sind auch Meeresfrüchte. Bei Getreide ist Roggen dem Weizen vorzuziehen, da insbesondere Vollkorn erhöhte Werte aufweist.